AWECOS Projekt
Dr. Hubert Pahl, Maria Gerullis
Forschungsgegenstand von AWECOS ist die Identifizierung von vielversprechenden Zuchtstrategien für Winterweizen. Das Projekt unterstützt die Bioökonomie-Strategie 2030 im Hinblick auf das Ziel der wachsenden Bereitstellung von Nahrung und Biomasse aus nachhaltigen Anbausystemen und Produktionsmethoden, die Aspekte des Klimawandels und des Wissenstransfers werden ebenso berücksichtigt. Die Relevanz der Forschungsergebnisse weitet sich dementsprechend auch auf andere Weizenanbaugebiete der Erde und deren Bestrebungen, die Getreideproduktion (auch Biomasse) im Sinne der Welternährung zu steigern, aus. Zuchtvorhaben sind oftmals kontraproduktiv, insbesondere dann, wenn sich die angestrebten Zieleigenschaften entgegenstehen und der Zuchtprozess somit verlängert wird. AWECOS identifiziert die Vor- und Nachteile von Zuchtstrategien auf Hochleistung und Resistenzen in unterschiedlichen Anbausystemen. Die gewonnenen Kenntnisse dienen als Grundlage für die Wahl der passenden Strategie und unterstützen bei der Abwägung der unterschiedlichen Effekte bei widersprüchlichen Zielen. AWECOS wird von der Universität Halle-Wittenberg (MLU) in enger Zusammenarbeit mit dem Julius Kühn-Institut (JKI), der Technischen Universität München (TUM) und der Strube Research GmbH & Co. KG koordiniert. Außenstellen sind an der Humboldt Universität Berlin und der Hochschule für angewandte Wissenschaften Bingen (FH Bingen) geplant. Die Aufgaben des Lehrstuhls für Produktions- und Ressourcenökonomie landwirtschaftlicher Betriebe der Technischen Universität München (Prof. Dr. Sauer) lauten wie folgt:
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Analyse der ökonomischen Aspekte, die die unterschiedlichen Strategien des Anbaus von Winterweizen und entsprechender Pflanzenschutzmaßnahmen auf Seiten der Erzeuger beeinflussen
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Ökonomische Bewertung der unterschiedlichen Zuchtstrategien (Ertragssteigerung, Krankheitsresistenz, Temperaturtoleranz im Zuge des Klimawandels) für Winterweizen auf Betriebs- und Sektorenebene, einschließlich Umweltnutzen/-kosten und damit verbundener Unsicherheiten
AWECOS wird finanziert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und läuft von 2015 bis 2018.