Public perception Nature Restoration Law (M.Sc. Thesis)

In 2024, the European Parliament approved the Nature Restoration Law. The new law sets a target for the EU to restore at least 20% of the EU’s land and sea areas by 2030, and all ecosystems in need of restoration by 2050. The law also targets agricultural ecosystems, with the objective of increasing their biodiversity, diversity in landscape features, and stock of organic carbon.

This thesis will explore how the general population views and understands legislation aimed at restoring and protecting natural environments, and its impacts on the agricultural sector. The focus will be on awareness, attitudes, and beliefs. The student will answer the research question by collecting and analyzing survey data.

For more information, please contact Carolin Canessa (carolin.canessa@tum.de).

Agri-tourism and the provision of ecosystem services (M.Sc. Thesis)

Agri-tourism and the provision of ecosystem services are closely linked, as agri-tourism initiatives often promote sustainable agricultural practices that enhance ecosystem services. These services include biodiversity conservation, landscape protection, water purification, soil fertility, and carbon sequestration. By attracting tourists to agricultural areas, farmers can generate additional income, which can be reinvested into sustainable land management practices.

This thesis aims to explore which ecosystem services are most valued by agri-tourism consumers and which types of agri-business models they would be willing to finance. As part of this thesis, the student's task is to map the current state of scientific knowledge on the willingness to pay for ecosystem services from agri-tourism. Through experimental approaches, the student will then delve into consumers’ preferences for different business models.

For more information, please contact Carolin Canessa (carolin.canessa@tum.de).

Voluntary Biodiversity Credit Markets and their application in agriculture (B.Sc. or M.Sc. Thesis)

Voluntary biodiversity credit markets are an emerging mechanism designed to incentivize the conservation and restoration of biodiversity by creating a market for biodiversity credits. Concepts that allow farmers to earn biodiversity credits for the benefits provided through sustainable agricultural practices are still under development. These mechanisms hold promise for financing sustainable agriculture, especially in low- to middle-income countries.

This thesis aims to explore the challenges and opportunities for the development of carbon biodiversity credits in agriculture. The student will map global initiatives and voluntary biodiversity credit schemes, and qualitatively assess the challenges and opportunities for the implementation of such projects.

For more information, please contact Carolin Canessa (carolin.canessa@tum.de).

Forschungsthemen für Bachelor- und Masterarbeiten am Lehrstuhl für Produktions- und Ressourcenökonomie

Hinweis: Die Arbeiten können sowohl in Englisch als auch in Deutsch verfasst werden. Die Forschungsarbeiten werden von den wissenschaftlichen Mitarbeitern am Lehrstuhl betreut. Bei Interesse an bestimmten Themen können Sie Dr. Getachew Abate Kassa (getachew.abate@tum.de) kontaktieren und sich über das Forschungsverfahren sowie über die Betreuung informieren. Nachfolgend werden offene Forschungsthemen, die derzeit für Bachelor- und Masterarbeiten am Lehrstuhl zur Verfügung stehen, näher erläutert.

Einfluss von Lage und Flächengeometrie auf die Preise landwirtschaftlicher Flächen (M.Sc.-Arbeit)

Kontakt: Moritz Ptacek & Fabian Frick

Die Verkaufspreise landwirtschaftlicher Flächen sollten sich an den zukünftig zu erwirtschaftenden Erlösen orientieren. Der Zusammengang zwischen Flächengröße und Flächenpreisen war in der Vergangenheit Schwerpunkt einiger Studien. Mittels hedonischer Bewertungsmethode konnten Einflussfaktoren auf die Preise landwirtschaftlicher Flächen identifiziert werden. Neben der Flächengröße nimmt unter anderem die Art der Fläche (Ackerland/Grünland), der Käufertyp (landwirtschaftlich/nicht landwirtschaftlich) und die Bodenqualität Einfluss auf den Preis. Es stellt sich jedoch die Frage, ob die Flächengröße den Einfluss der Flächengeometrie auf die Bewirtschaftungskosten ausreichend abbilden kann. Denn die Bewirtschaftungskosten pro Hektar werden nicht nur durch die Flächengröße, sondern in besonderem Maße durch die Flächenform bestimmt. Zudem nehmen die Transportkosten pro Hektar mit zunehmender Entfernung und schlechter Erreichbarkeit (Wegqualität, Steigung, Wartezeiten) zu. Es stellen sich folgende Forschungsfragen:

  • Gibt es einen Zusammenhang zwischen Flächenform und den Verkaufspreisen landwirtschaftlicher Flächen?
  • Nehmen die Transportkosten Einfluss auf den Flächenpreis?
  • Orientieren sich die Preise landwirtschaftlicher Flächen an den Bewirtschaftungskosten pro Hektar?

Im Rahmen dieser Masterarbeit ist es Ihre Aufgabe, den aktuellen Stand der Wissenschaft zu den Einflussfaktoren auf die Preise landwirtschaftlicher Flächen abzubilden. Sie recherchieren nach verfügbaren Datenbanken, die Flächenpreise mit Geodaten (Standort) verbinden. Sie bereiten Open-Accesss Daten zu Flächenpreisen auf und berechnen mittels einer innovativen Computersoftware die Bewirtschaftungs- und Transportkosten der landwirtschaftlichen Flächen unter Berücksichtigung von Flächengeometrie und der Lage der Fläche. Sie stellen ein einfaches ökonometrisches Modell auf, um erstmalig den Zusammenhang zwischen Flächenpreisen und Flächengeometrie, bzw. den tatsächlichen Bewirtschaftungskosten, zu analysieren. Je nach Datenlage kontrollieren Sie für weitere Einflussfaktoren, die sich in zentralen Studien des Forschungsgebiets als bedeutend erwiesen haben.

Die Arbeit kann im englischen und deutschen verfasst werden. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an Moritz Ptacek (moritz.ptacek[at]tum.de)

Private Initiativen zur Steigerung der Bodenfruchtbarkeit - Akzeptanz, Hürden und Erfolgsfaktoren (B.Sc. od. M.Sc.-Arbeit)

Kontakt: Fabian Frick

Derzeit entstehen verschiedene private Initiativen, welche es sich zum Ziel gesetzt haben, die Bodenfruchtbarkeit und Ökosystemleistungen landwirtschaftlicher Böden ohne staatliche Hilfe zu steigern. Ein Beispiel hierfür ist der „Bodenfruchtbarkeitsfonds“ der Bio-Stiftung Schweiz. Die hier skizzierte Forschungsarbeit konzentriert sich auf Erfolgsfaktoren, Hindernisse sowie Ansichten bei Konsumenten und Landwirten zu einer ausgewählten Bodenfruchtbarkeitsinitiative. Im Genaueren sind mögliche Forschungsfragen:

  • Beleuchtung des Konzepts einer ausgewählten Initiative: Wie können neue Partner und Unterstützer gewonnen werden? Wie kann eine nachhaltige Finanzierung erreicht werden?
  • Untersuchung von Motivationen teilnehmender Landwirte, von Unterstützern und Kunden der Initiativen. Was sind ausschlaggebende Gründe für Landwirte, an solchen Initiativen teilzunehmen? Was würde ihre Teilnahmebereitschaft erhöhen? Was sind Vor- und Nachteile gegenüber staatlichen Programmen?

Zu den in den Untersuchungen angewandten Methoden zählen explorative Experteninterviews zur Analyse der Motivationen und Hindernisse der Landwirte sowie der Herausforderungen für die Koordination. Ebenfalls können quantitative Umfragen (z. B. Auswahlexperimente) zur Schätzung der Beteiligungsbereitschaft der Landwirte und der Faktoren zur Erhöhung der Beteiligung der Landwirte genutzt werden.

Bei Interesse wenden Sie sich bitte an Dr. Fabian Frick: fabian.frick[at]tum.de

Nachhaltige Business Model Innovation in den Wertschöpfungsketten Milch und Rindfleisch durch den Einsatz von ICT-Anwendungen (Forschungsprojekt oder M.Sc.-Arbeit)

Kontakt: Natascha Schlereth & Getachew Abate Kassa

Die innovative Weiterentwicklung bestehender Geschäftsmodelle ermöglicht weitreichende Fortschritte bestehender Produktionsprozesse.

Diese Forschungsarbeit zielt darauf ab, das bestehende Geschäftsmodell eines landwirtschaftlichen Betriebes (Milchvieh/Rindermast) und/ oder eines Weiterverarbeitungsunternehmens (z.B. Molkerei, Schlachthof) sowie dessen/deren Interaktionen mit den Wertschöpfungskettenteilnehmern hinsichtlich Tierwohl- und Tiergesundheitsdaten zu erfassen und potenzielle Erweiterungen des Geschäftsmodells durch den gezielten Einsatz von ICT-Anwendungen zu erarbeiten und dieses mit ausgewählten Stakeholdern zu diskutieren.

Diese Arbeit ist Teil des SustainIT Projektes (https://sustainit.ee/), einem Forschungs- und Innovationsprojektes auf internationaler Ebene (Estland, Finnland, Schweden, Deutschland) im Rahmen des ERA-NET ICT-AGRI-FOOD. SustainIT zielt darauf ab, institutionelle, wirtschaftliche und soziale Hindernisse für die breite Einführung von ICT Anwendungen zu identifizieren und konzeptionelle Governance- und Innovationsökosysteme sowie nachhaltige Geschäftsmodelle zu entwickeln, um das volle Potenzial von ICT in den Wertschöpfungsketten von Milch und Rindfleisch freizusetzen.

Für nähere Informationen zum Thema wenden Sie sich bitte an Natascha Schlereth (natascha.schlereth[at]tum.de)

Die Implementierung eines Multi-Akteur-Living Lab Ansatzes zur nachhaltigen Integration von ICT-Anwendngen in die Wertschöpfungsketten für Milch und Rindfleich (Forschungsprojekt oder M.Sc.-Arbeit)

Kontakt: Natascha Schlereth & Getachew Abate Kassa

Living Labs werden als offene Innovationsökosysteme in realen Umgebungen verstanden, die mit Hilfe von iterativen Feedback Prozessen über einen gewissen Innovationszyklus nachhaltige Auswirkungen erzielen können. Sie ermöglichen offene Innovationsansätze, die in Kombination mit einem Multi-Akteur-Ansatz unterschiedliche Kollaborationen begünstigen und damit einen innovativen Grundstein für die Transformation der landwirtschaftlichen Wertschöpfungskette darstellen können.

Diese Forschungsarbeit zielt darauf ab, den im Projekt angewandten Multi-Akteur Living Lab Ansatz, welcher sind mit den Herausforderungen von ICT-Anwendungen in den Wertschöpfungsketten für Milch und Rindfleisch beschäftigt, zu evaluieren und damit das zur Verfügung stehende qualitative Datenmaterial auf nationaler bzw. internationaler Ebene auszuwerten. Des Weiteren sollen Handlungsempfehlungen, die den Aufbau, die Implementierung, die Durchführung sowie die Evaluierung von Living Labs im Agri-Food Sektor betreffen, generiert werden.

Diese Arbeit ist Teil des SustainIT Projektes (https://sustainit.ee/), einem Forschungs- und Innovationsprojektes auf internationaler Ebene (Estland, Finnland, Schweden, Deutschland) im Rahmen des ERA-NET ICT-AGRI-FOOD. SustainIT zielt darauf ab, institutionelle, wirtschaftliche und soziale Hindernisse für die breite Einführung von ICT Anwendungen zu identifizieren und konzeptionelle Governance- und Innovationsökosysteme sowie nachhaltige Geschäftsmodelle zu entwickeln, um das volle Potenzial von ICT in den Wertschöpfungsketten von Milch und Rindfleisch freizusetzen.

Für nähere Informationen zum Thema wenden Sie sich bitte an Natascha Schlereth (natascha.schlereth[at]tum.de)

Thesis topics offered in cooperation with the International Center for Tropical Agriculture (CIAT) in Cali, Colombia

  1. Qualitative assessment of adoption factors for forage technologies in Latin America
  2. In-depth analysis of the extension system for livestock and tropical forages in Colombia and several Central American countries.
  3. In-depth analysis of the existing seed systems for tropical forages in Colombia and several Central American countries.

Depending on the topic CIAT offers the chance to do part of the research at their site in Colombia. For more information, please contact philipp.mennig[at]tum.de.

Identifikation staatlicher Maßnahmen zur Erhöhung der Kooperationswahrscheinlichkeit und Kooperationsstabilität

Kontakt: Fabian Frick

Ziel der Arbeit ist es, die verschiedenen Maßnahmen auf deutscher und europäischer Ebene aufzuzeigen, die Kooperationen entlang landwirtschaftlicher Wertschöpfungsketten fördern. Die Literaturrecherche sollte daher einerseits eine vergleichende Betrachtung der vorhandenen Gesetze und den daraus abgeleiteten Maßnahmen für verschiedene Arten der Kooperation (z. B. horizontal oder vertikal, Maschinenring, Vermarktungskooperation etc.) beinhalten. Andererseits sollen empirische Belege und Untersuchungen zusammengetragen werden (soweit vorhanden), die aufzeigen, wie diese Maßnahmen Kooperationswahrscheinlichkeit und/oder -stabilität in der Vergangenheit beeinflussten.